Schröpfen / Schröpfmassage

Das Schröpfen stammt aus der traditionellen chinesischen Medizin und hat schon lange Eingang in die naturheilkundliche europäische Medizin gefunden. Beim Schröpfen wird durch geeignete Glasgefäße, die sogenannten Schröpfglocken, ein Unterdruck in der Glocke erzeugt, welcher zu einem Hochziehen des darunterliegenden Gewebes (Muskulatur, Bänder, Sehnengewebe) führt und damit eine vermehrte Durchblutung und eine Lockerung der Strukturen erzeugt.

Dies findet Anwendung bei Schmerzen im Muskel- und Bewegungsapparat, Arthrosen sowie als Reflexzonentherapie bei inneren Erkrankungen.

Traditionell wird besonders in der Erkältungszeit auch der Blasenmeridian rechts und links der Wirbelsäule geschröpft, um das Immunsystem anzuregen.

Einzelne wissenschaftliche Untersuchungen sprechen für die Wirksamkeit des Schröpfens: Wissenschaftler beobachteten in Studien eine stärkere Schmerzlinderung bei geschröpften Patienten im Vergleich zu nicht behandelten Probanden. Diese Ergebnisse fanden sie zum Beispiel bei der Kniegelenksarthrose, beim Karpaltunnelsyndrom am Handgelenk sowie bei Beschwerden im Nacken-Bereich.

In meiner Praxis können die Schröpfglocken je nach Indikation entweder nur aufgesetzt und eine Weile an der jeweiligen Stelle belassen oder im Rahmen einer Schröpfmassage aufgesetzt und anschließend über den Körper bewegt werden. Dies tut nicht weh, sondern wird von den meisten als sehr angenehm empfunden. Probieren Sie es gerne aus!